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Neue Switch Modellreihe bei HP: HP 3800

Seit Anfang des Jahres gibt es eine neue Switch Modellreihe. Das Modell 3800 ergänzt das Portfolio bei den nichtmodularen Geräten und stellt die Weiterentwicklung des bewährten 3500yl Switches dar. Das Gerät ist also den klassischen ProCurve Produkten zuzuordnen. Abhängig von Portdichte und PoE Unterstützung gibt es 9 verschiedene Modelle:

  • 3800-24G-PoE+-2SFP+ Switch (J9573A)
  • 3800-48G-PoE+-4SFP+ Switch (J9574A)
  • 3800-24G-2SFP+ Switch (J9575A)
  • 3800-48G-4SFP+ Switch (J9576A)
  • 3800-24G-2XG Switch (J9585A)
  • 3800-48G-4XG Switch (J9586A)
  • 3800-24G-PoE+-2XG Switch (J9587A)
  • 3800-48G-PoE+-4XG Switch (J9588A)
  • 3800-24SFP-2SFP+ Switch (J9584A)

Die Geräte können sowohl im Rechenzentrumsbetrieb als auch im Access-Bereich eingesetzt werden.

Performance

Bei allen Modellen kommt die bewährte ProVision Architektur zum Einsatz. Im Vergleich zum 3500yl Switch ist eine performantere CPU mit 1200 MHz verbaut. Ebenso wurde der Speicher mit 2GB RAM und 4 GB Flash Speicher den heutigen Anforderungen angepasst. Resultat der PorVision Architektur sind geringe Latenzzeiten - selbst für Datenströme, auf denen z.B. Sicherheits- oder QoS-Regeln angewendet werden. Der maximaler Durchsatz liegt bei 130,9 Millionen Paketen pro Sekunde - natürlich unter Laborbedingungen mit 64 Byte großen Paketen.

Modulare Bauweise

Interessant für den Rechenzentrumsbetrieb ist die modulare Bauweise: Lüftereinheit und die Netzteile können ausgetauscht werden (hot swapable). Der Switch kann mit einem Netzteil betrieben werden, und optional kann ein zweites zur Redundanz installiert werden. Bei den Netzteilen stehen zwei Modelle zur Auswahl - abhängig davon ob PoE-fähige Endgeräte mit Energie versorgt werden sollen.

Out-of-Band Management

Neu ist auch ein dedizierter Ethernet Anschluss, mit dem sich ein sogenanntes Out-of- Band- Management realisieren lässt. Out-of-Band bedeutet, dass der Zugriff auf die Managementoberfläche (Telnet, SSH, http, usw.) über einen abgesetzten Port erfolgen kann. Das bedeutet zusätzliche Sicherheit und es ist sichergestellt, dass auch bei Voll-Last Situationen noch Zugriffe auf den Switch erfolgen können. 

10GBaseT Unterstützung

Zur kostengünstigen 10 Gigabit Anbindung besitzen vier Modelle zwei oder vier 10 Gigabit Anschlüsse nach 10GbaseT Standard. Damit lassen sich bis zu 100m mit einer klassischen Cat6/7 Infrastruktur realisieren. Ein passendes Gegenstück liefern die Modelle 5400/8200 mit einem 8 Port 10GbaseT Modul.

Energy Efficient Ethernet

Natürlich wird auch der Standard 802.3az (Energy Efficient Ethernet) bei allen neuen HP Switches implementiert. Mit diesem Standard ist der Stromverbrauch des Ethernet Chips abhängig der Last. Tests haben gezeigt, dass man unter günstigen Bedingungen bis zu 30% Energieersparnis hat. Voraussetzung ist natürlich, dass dieser Standard an beiden Endpunkten unterstützt wird.

FlexChassisMesh

Nicht zu verwechseln mit dem altbekanntem Switch Meshing, gibt es eine neue Form der Kopplung von mehreren Switches. Mit Hilfe der speziellen Stacking-Module, die auf der Rückseite verbaut werden können, können bis zu 10 Switches zu einer logischen Einheit virtualisiert werden. Jedes Stacking Modul hat vier Anschlüsse zur Vermaschung von weiteren Switches. Zur Kopplung der Switches werden spezielle Kabel benötigt, die in Längen zwischen 0,5m und 3m verfügbar sind. Im Gegensatz zum herkömmlichen Stacking, verhalten sich vermaschte Switches wie eine logische Einheit. Durch den hohen Durchsatz der Stacking Module von bis zu 176Gbps je Richtung ergeben sich auch hohe Durchsatzraten des gesamten Stacks.

In Kürze werden wir hier unseren ersten Erfahrungen mit den Geräten veröffentlichen.