Sie sind hier

Local Mesh Konfiguration von HP MSM WLAN AccessPoints

Immer wieder erreichen uns Kundenanfragen nach einer Netzwerkanbindung von Gebäudeteilen, die nicht am kabelgebundenen LAN angeschlossen sind. Wenn bereits eine MSM basierte Lösung von HP im Einsatz ist, lässt sich mit Hilfe des Local Mesh Protokolls von HP eine kostengünstige und performante Anbindung umsetzen. Da es bei der Konfiguration einige Fallstricke gibt, haben wir Ihnen die nötigen Konfigurationsschritte anhand eines kleinen Beispiels zusammengestellt.

In unserem Versuchsaufbau soll eine kleine Außenstelle über eine Punkt-zu-Punkt WLAN Verbindung angebunden werden. Die Konfiguration soll am controllergesteuert erfolgen.

Unser Testaufbau sieht wie folgt aus:

1 x HP MSM760 Mobility Controller (J9420A) Firmware 5.7.0.2-01-10750
2 x HP MSM466 Dual-Radio 802.11n Access Point (WW) (J9622A)
1 x HP Switch 2520-24G (J9299A) mit Firmware J.14.54
1 x HP Switch 2520-8G (J9298A) J.14.01

Die Punkt-zu Punkt Verbindung wird idealerweise mit AccessPoints realisiert, die es erlauben externe, gerichtete Antennen anzuschließen. In unserem Fall kommt das Modell  HP MSM466 zum Einsatz. Der eingesetzte WLAN Controller ist vom Typ HP MSM760.  Zur Erstkonfiguration werden beide Access Points am lokalen Switch angeschlossen, so dass diese eine Layer 2 Verbindung zum Controller besitzen und sich mit dem WLAN Controller verbinden können.
Am besten legen Sie für beide Access Ponits eine dedizierte Gruppe an:

Zunächst wird der Master konfiguriert. Die passende Mesh-Konfiguration kann entweder auf der Gruppe - oder wie hier - direkt auf dem Access Point erfolgen. Das Provisionierungsprofil kann in den Standardeinstellungen belassen werden. In unserem Fall wird nur das Profil #1 angepasst:

Um Änderungen am Profil vorzunehmen, muss die Vererbung „Inherited“ deaktiviert werden. Dann kann man das Profil einschalten und wir verwenden folgende Parameter:

Mode: Master
Mesh ID: 99
Security: AES
Key: <komplexer Schlüssel>

Bei der Konfiguration des SLAVE Access Points verwenden wir die Mesh Konfiguration innerhalb der Provisionierung. Dies ist erforderlich, da die Mesh Verbindung auch für die Verbindung zum Controller verwendet wird.

In unserem Fall vergeben wir folgende Parameter:
Interface: Das Local Mesh an erste Stelle rücken, da dieses primär verwendet werden soll. Um sich die Möglichkeit offen zu lassen, den Access Point auch am lokalen Switch anzuschließen, belassen wir das Häkchen an „Port 1“.
Local Mesh Settings: Mesh ID 99
Security: AES und Schlüssel eintragen
Country: Germany

Nach erfolgter Konfiguration müssen die Access Points synchronisiert werden. Wenn wir MASTER und SLAVE gleichzeitig synchronisieren, besteht die Möglichkeit einer Schleifenbildung:

Aus diesem Grund empfehlen wir zunächst den MASTER zu synchronisieren und anschließend den Port zu deaktivieren. Erst danach sollte man den SLAVE synchronisieren. Wenn dieser wieder aktiv ist, dann kann dieser am entfernten Switch betrieben werden. Wir empfehlen trotzdem das Spanning Tree Protokoll und Loop Protection zu aktivieren, um mögliche Schleifen zu erkennen und zu blockieren.

Nach erfolgreicher Anbindung am Controller sollte der MASTER seinen SLAVE sehen:

Und eine passende MESH Verbindung zu sehen sein:

Die Ausgabe am Slave ist analog:

Um Statistiken über die Verbindungsqualität abzurufen, klicken wir auf den Link „Link to master“: