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HP Procurve Manager in der neuen Version 4

Pünktlich zum Jahreswechsel ist die neue Version 4 des ProCurve Managers auch in Europa verfügbar. Auf vielfachen Wunsch möchte ich Ihnen die Neuerungen des Produkts erläutern.

Zunächst lässt sich feststellen, dass sich das Pricing geändert hat. Kostete die 50 Device Lizenz der Version 3 (J9174A) noch 1649 € (Listenpreis), so ist die neue Lizenz für 1389 € Listenpreis verfügbar. In größeren Projekten ist der tatsächliche Preis für deutlich unter 1000 € zu beziehen. Wer das Produkt zunächst evaluieren möchte, kann nach wie vor eine kostenfreie 60 Tage Testversion runterzuladen und diese Installation bei Gefallen nachträglich zu aktivieren. Die bestehende Installation lässt sich nachträglich mit einer Lizenz freischalten.

Zur Installation wird eines der folgenden Betriebssysteme gefordert:
Microsoft® Windows® Server 2003 Enterprise Edition SP2 (32-bit)
Microsoft® Windows® Server 2008 (32-bit or 64-bit) Standard or Enterprise Edition
Microsoft® Windows® Server 2008 R2 (64-bit) Standard or Enterprise Edition
Microsoft® Windows® 7 (32-bit or 64-bit) Professional or Ultimate
Windows XP wird offiziell nicht mehr unterstützt.

Es sollte genügend RAM eingeplant werden - abhängig von der Installation und dem gewählten Betriebssystem. Unsere Testplattform läuft auf Windows 7 mit 64 Bit mit 5GB Speicher in einer VirtualBox Maschine recht flüssig - wenn auch nur mit einer minimalen SQL Datenbank. Bei den OS Varianten wird nun auch eine deutsche OS Version unterstützt.

Bei den Zugriffsmöglichkeiten auf die PCM Oberfläche gibt es nun eine neue Weboberfläche, mit der man ohne Client Installation auf den PCM zugreifen kann.  Obwohl dieser sogenannte WebClient keine grafische Oberfläche bietet, kann man sich einen groben Überblick über die LAN und WLAN Geräte verschaffen.

Eine angepasste Oberfläche für mobile Devices, wie Smartphones mit kleinem Display oder Tablets, lässt sich ebenfalls aufrufen. Hier haben wir mal mit einem weitverbreitetem Androiden zugefriffen:

Die beiden Clients lassen sich über die Standard Homepage des PCM auf Port 8040 abrufen:

Beim Thema Netzwerk Konvergenz hat sich ebenfalls ein wenig getan: Man kann nun die Echtzeit PoE-Statistiken abrufen und auch historische Daten in einem Diagramm anzeigen lassen. So lassen sich z.B. Engpässe bei der PoE Versorgung aufdecken.

 

Zu den bekannten Berichten ist auch ein sogenanter End of Sale Report hinzugefügt worden, wo man sich einen schnellen Überblick über die Geräte verschaffen kann, die nicht mehr verkauft werden und ggf. bald aus dem Support laufen:

Interessantes Feature bei der Überwachung: Man kann neuerdings auch Netzwerkdienste in die Überwachung mit einbinden. So lassen sich mehrere sog. Probes anlegen, die dann Netzwerkdienste in einem wiederkehrenden Zeitintervall testen. Z.B. lassen sich HTTP, DHCP, DNS, RADIUS, SNMP oder FTP auf Funktionsfähigkeit überwachen.

Netzwerk Troubleshooting

Erweiterung gibt es im sog. Network Analyzer Report, der den Netzwerkadministrator bei der Fehlersuche unterstützen soll. Wie auch in den vorangegangen Versionen sollte man hier aber nicht zu viel erwarten: Es werden einige sinnvolle Vorschläge gemacht (Loop Protection, BPDU Protection), aber es werden auch einfache Dinge nicht erkannt (z.B. Duplex Mismatches).

Der sogenannte NIM (Network Immunity Manager), der vormals als eigenständiges Produkt verfügbar war, ist nun ebenfalls in die PCM Version integriert worden.

Die NBAD Untersuchungen müssen einmalig aktiviert werden:

Mit aktivierter NBAD Analyse werden dann die vom Switch gelieferten Netzwerkstatistiken (z.B. sFlow, XRMON)  auf Anomalien  untersucht. So ist es dann u.a. möglich übliche Fehlerszenarien (z.B. doppelte IP Adressen) oder Angriffszenarien rechtzeitig zu erkennen. Aufgrund des Umfangs des Produkts will ich nicht auf Einzelheiten eingehen.

Unsere Kurzvorstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und soll die Wesentlichen Änderungen darstellen. Weiterführende Informationen findet man auf der offiziellen HP Webseite.