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HP IMC

Es wurde bereits lange im Vorfeld darüber gemunkelt, aber nun ist es amtlich: der Verkauf des Management Werkzeugs „Procurve Manager“ wird zum 01.07.2013 eingestellt und durch die Plattform „Intelligent Management Center“, kurz IMC, ersetzt. Da wir eine große Basis mit PCM Installationen betreuen möchten wir Ihnen kurz das Produkt IMC vorstellen und Ihnen mögliche Upgrade Pfade aufzeigen. Ebenso möchten wir Ihnen unsere Dienstleistungen inkl. unsere neue HP IMC Schulung vorstellen.

Das Werkzeug IMC bietet eine einheitliche Plattform zur Verwaltung von zentralen IT Komponenten wie z.B. Server, Switches, Router und Firewalls, wobei der Fokus sicherlich auf der Verwaltung von Netzwerkkomponenten liegt. IMC stammt ursprünglich aus dem Hause H3C und ist somit auch prädestiniert zum Management von Geräten mit ComWare-Betriebssystem. Natürlich sind inzwischen auch die anderen aktuellen Produktlinien (z.B. HP Procurve) eingepflegt worden.  IMC ist aber nicht nur als reine HP Lösung vorgesehen, sondern sieht sich als herstellerübergreifendes, sogenanntes „Single Pane Management“. Daher werden nicht nur HP-eigene Geräte unterstützt, sondern es gibt eine große Anzahl an Drittherstellersystemen (z.B. von Cisco Systems), die sich einbinden lassen. Ebenso möchte man sich auch nicht auf eine Rolle als reines Verwaltungswerkzeug von Komponenten reduzieren lassen, sondern es lassen sich Dienste und sogar ganze Arbeitsabläufe abbilden.

Neben den Standardfeatures wie Überwachung, Konfiguration und Dokumentation können viele Funktionalitäten in Form von Zusatzmodulen in das IMC integriert werden.  So kann beispielsweise das Modul „Network Traffic Analyzer“ (NTA) dazu genutzt werden, Netzwerkdaten von LAN und WAN Komponenten zu analysieren und Berichte und Grafiken über die am meist genutzten IP Adressen oder Netzwerkdienste zu erstellen. In den NTA können alle Geräte eingebunden werden, die die Netzwerk Standards sFlow, Netflow oder NetStream unterstützen. Bei den klassischen Provision Switches (auch bekannt als Procurve) kommt z.B. sFlow zum Einsatz.

Weitere wichtige Module sind:

  • „Wireless Service Manager“ (WSM) zur zentralisierten Verwaltung von WLAN Umgebungen

  • „User Authentication Management“ (UAM) zur benutzerbasierten Verwaltung von LAN, WAN, WLAN und VPN Zugriffen

Alle Module finden Sie auf der Webseite von HP:
http://h17007.www1.hp.com/us/en/products/network-management/IMC_SS_Platform/index.aspx

Die Basis bildet aber eine der drei IMC Plattformen:

  1. IMC Basic: Diese Basisversion ist für kleine bis mittlere Unternehmen mit bis zu 50 Netzwerkkomponenten vorgesehen. Sie lässt sich nicht mit Modulen ergänzen und bietet lediglich die Möglichkeit, die Funktionalität des WLAN Management für bis zu 150 Access Points mittels WSM zu erweitern.

    Kunden, die bislang PCMv4 einsetzen, können als mögliche Upgrade Option folgendes Produkt wählen:

    JG548AAE HP PCM+ to IMC Basic Upgrade w/50-node E-LTU

    Bei älteren PCM Versionen (vor v4) ist eine Vollversion notwendig:

    JG546AAE  HP IMC Basic SW Platform w/50-node E-LTU

  2. IMC Standard: Diese Version kommt mit 100 Gerätelizenzen und kann mit allen oben genannten Zusatzmodulen erweitert werden.  Es besteht die Möglichkeit, die integrierte Datenbank zu verwenden oder auf ein externes DB System (z.B. MS SQL Server oder Oracle DB) auszulagern.

    Als mögliche Upgrade Option von PCM bietet sich folgendes Produkt an:

    JG549AAE HP PCM+ to IMC Std Upgrade w/200-node E-LTU

  3. ​IMC Enterprise: Diese Version bietet die gleiche Funktionalität wie das IMC Standard. Zusätzlich sind weitere 100 Gerätelizenzen (also insgesamt 200) sowie eine 2. Gerätelizenz für die Netzwerkanalyse enthalten. Bei der Enterprise Version ist der Einsatz einer externen Datenbank zwingend erforderlich.

    Auf vielfachen Kundenwunsch haben wir uns ausgiebig mit dem IMC auseinandergesetzt und bieten jetzt eine passende Schulung zum IMC an. Diese vermittelt Ihnen eine tiefgreifende Einführung in das Produkt und wird Sie in die Lage versetzen, den Netzwerkbetrieb zu vereinfachen.

    • Produktüberblick: Unterschiede zwischen Basis, Standard und Enterprise IMC
    • Hardware- und Softwareanforderungen
    • Installation
    • Grundeinstellungen (System Einstellungen, Monitoring Indizes, Discovery Einstellungen)
    • Benutzer Setup
    • Geräteverwaltung: Überwachung, Automatische Sicherung von Konfigurationsdaten und Betriebssystemen
    • Topologiedarstellung: physikalische, IP und Datacenter Ansicht
    • Alarmierung: Email und SMS Benachrichtigung von wichtigen Ereignisses: Hardwareausfall, Temperaturüberschreitungen, Topologieänderung, usw.
    • Konfigurationswerkzeuge: VLAN Manager, ACL Manager
    • Wiederherstellung von Netzwerkgeräten nach Hardwaredefekt
    • Analyse von Netzwerkstatistiken (inkl. sFlow) mit Hilfe des NTA Moduls

Kommentare

d.h. Laut diesem HP Dokument: http://h17007.www1.hp.com/docs/products/eos/PCM_Plus_End_of_Sale_Announc... Gibt es keine kostenlose Version mehr. Oder habe ich etwas überlesen? Selbst cisco gibt seinen Network Assistant 5.0 kostenlos ab.

Eine kostenlose Variante ist nicht vorgeshen. Für alle Versionen gibt es nach wie vor die 60 Tage Demo. Für den Einstieg bietet sich die IMC Basic Variante an, die aber zum PCM deutlich günstiger geworden ist.